Art en resistance

Jul 08, 13 Art en resistance


 

Inhaltsverzeichnis

1. Das Ausstellungskonzept

2. Koostella

3. Udo Theiss und Ana Vujic

4. Eddie Hara, Christian Robles und Felix Bircher

5. Dominik Wulliman und Jens Ole Müller

6. Herr Herrli und Welk vs. Subfusk

 

 

Die Ausstellung hiess: Art en resistance.

Die Künstler waren: König Lü.Q, Otto Böhne, Koostella, Udo Theiss, Dominik Wullimann, Eddie Hara, Felix Bircher, Heiko Langecker, Jens Ole Müller, Jennie Aebi, Oli schrei doch, Christian Robles, Ana Vujic.

Live Acts waren: Herr Herrli, Welk vs. Subfusk.

Ich habe die Ausstellung an der Finissage besucht und nicht alle Künstler angetroffen. Diejenigen, mit denen ich gesprochen habe, stelle ich in folgendem Text vor.
 

1

Das Ausstellungskonzept

 
Ihr Lieben

Es war schwierig euch zu finden, noch schwieriger eure Werke zu verstehen und am schwierigsten, einen Text über eure Ausstellung zu schreiben.

Ana Vujic: „Was? Wieso waren wir schwierig zu finden?“

Ich: „Naja, weil ich mich in Basel nicht auskenne und an der Türe zum Café Hammer steht: Geschlossene Gesellschaft. Nur mit Einladung. Was mich verängstigt zehn Minuten auf der Strasse hat stehen lassen, bevor ich dachte s*** drauf, ich gehe jetzt hier rein. Die können mich ja wieder rauswerfen, wenn sie mich nicht wollen. Wieso stellt ihr eigentlich nicht ein riesiges Plakat vor die Türe mit Pfeil und dem Text Heute grosse Ausstellung. Bitte eintreten und geniessen?“

Felix Bircher: „Wir haben schon Werbung gemacht. Eddie (Hara) hat auch noch seine Galeristen eingeladen. Aber sonst haben wir vor allem unseren Freunden davon erzählt, Flyer verteilt und via Internet eingeladen. Wir wollten keine Zusatzveranstaltung zur ART machen. Es ist eher Zufall, dass unsere Ausstellung fast zeitgleich stattgefunden hat.“

Ana: „Unsere Ausstellung findet eine Woche vor der Art Basel statt und hat gar keinen Zusammenhang mit der ART, auch nicht als Gegenveranstaltung. Der Grund, dass draussen kein Schild ist, liegt daran, dass Café Hammer zur Zeit Probleme mit den Behörden hat und nicht als öffentlicher Ort genützt werden darf, sondern als Verein funktioniert. Deshalb muss man Mitglied sein. Dieses Problem tauchte ein paar Tage vor dem Ausstellungsbeginn auf. An die Ausstellung erinnert der grosse Kopf von der Medusa mit den Malutensilien im grossen Schaufenster, der auch auf dem Flyer und den Plakaten ist. Es darf jedoch von aussen nicht als öffentlicher Anlass erkennbar sein.“

Ich: „Wollt ihr eure Kunst denn Art Basel Besuchern vorenthalten?“

Ana: „Wir unterstützen im Speziellen die alternative Szene und haben nichts mit der ART zu tun. Der Gedanke hinter dieser Ausstellung, in der du dich gerade befindest, ist folgender:

Die Ausstellung gehört in eine Ausstellungsreihe unter dem Namen Art en resistance. Die Organisatoren sind Die erschöpften Schöpfer – also ich, Ana Vujic, eine Künstlerin, und Herr Herrli, ein Musiker. Wir organisieren ein bis zwei Mal pro Jahr eine Ausstellung…“

Ich: „Wieso nur so selten?“

Ana: „Ich finde das nicht selten! Und vor allem wenn man selber teilnimmt, so wie wir es tun, dann braucht man auch etwas Zeit bis neue Werke entstehen.“

Ich: „Finden eure Ausstellungen nicht auf öffentlichen, urbanen Plätzen und in besetzten Häusern statt? Braucht ihr da dennoch die Erlaubnis von den Behörden, um ausstellen zu dürfen?“

Ana: „Diese Ausstellung hier ist die erste der Reihe. Klar werden wir öffentliche Räume und besetzte Häuser für diese Ausstellungsreihe nützen. Wir möchten uns jedoch so wenig wie möglich mit Behörden und Bürokratie auseinander setzen.

Heute stellen wir im non-profit-Verein Café Hammer aus, wo wir auch für die Räumlichkeiten nichts bezahlen müssen. Deshalb können die Künstler ihre Werke zum Beispiel auch zu sehr tiefen Preisen anbieten.“

Ich: „Hat schon jemand etwas gekauft?“

Felix: „Oh ja. Wir hatten viele Besucher. Heute ist der letzte Tag. Die Ausstellung dauerte insgesamt vier Tage. Sie hat sich für alle Künstler sehr gelohnt. Wir sind vollauf zufrieden.“

Ich: „Kennt ihr euch alle gegenseitig?“

Felix: „Nein, ich kannte vorher nicht alle Künstler. Ana hat uns zusammengebracht.“

Ich: „Woher kennst du Ana?“

Felix: „Wir teilen das Atelier miteinander. Wir sind fünf Künstler in unserem Atelier.“

Ich: „Durch die Ausstellung habt ihr Künstler euch jetzt also kennengelernt?“

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2

Koostella

 

Fernando Lopes de Souza: „Ich kenne immer noch nicht alle. Ich komme aus Brasilien. Dort sitzen die Künstler viel öfter einfach auf ein Bier zusammen. Hier in der Schweiz geschieht das nicht so oft. Manche der Künstler, die hier ausstellen, habe ich immer noch nicht persönlich getroffen.“

Ich mache mir fleissig Notizen.

Fernando: „Wieso schreibst du denn alles auf, was ich sage?“

Ich: „Wie? Habe ich mich gar nicht vorgestellt? Ich schreibe über Kunst… und versuche einen Beitrag über eure Ausstellung zu schreiben. Da ihr aber dreizehn Künstler seid mit ganz unterschiedlicher Kunst, weiss ich noch nicht, ob ich einen einigermassen zusammenhängenden, verständlichen Text schreiben kann.“

Fernando: „Ach so. Na wenn du über mich schreibst, dann benutz lieber meinen Künstlernamen: Koostella.“

Ich: „Ok. Kannst du dich kurz vorstellen? Was machst du so?“

Koostella: „Comics. Verleger bin ich auch. Ich habe einen Mini-Verlag: crime da mala editions heisst er.“

Ich: „Wie bist du auf diesen Namen gekommen?“

Koostella: „In Brasilien ist in den 1920ern ein Verbrechen geschehen: Ein Mann hat seine Frau getötet, zerstückelt und in einem Koffer nach Paris geschickt. Da ich immer einen Koffer voll Comics mit mir nehme, wenn ich zu Comic-Conventions gehe, habe ich mich für diesen Namen entschieden. Ich nehme immer nur diesen Koffer mit. Wenn er voll ist und keine weiteren meiner Comics reinpassen, bleiben die eben zu Hause. Ich schreibe Comics auf Deutsch, Englisch, Portugiesisch und ohne Sprache.“

Ich: „Die Wand, die du an dieser Ausstellung gestaltet hast, trägt Comics ohne Sprache. Stecken hinter den einzelnen Bildern Geschichten?“

Koostella: „Ja. Es sind persönliche Geschichten, die für den Betrachter unverständlich sind. Aber er versteht, dass dort eine Geschichte drinsteckt und möchte gerne wissen, welche. Ich sage es ihm aber nicht. Ich mag es, dass er sich anhand meiner Zeichnungen selber Geschichten ausdenkt.

Früher habe ich mit Farbe gearbeitet. Heute benutze ich aber keine Farbe mehr. Ich mag es schwarz-weiss zu zeichnen.

Früher habe ich auch sehr viel Humor in meine Bilder reingebracht. Heute finde ich mich nicht mehr lustig. Ich tendiere jetzt vermehrt zu Horror. Ich möchte Horrorcomiczeichner sein. Mein Ziel ist es, bizarr zu sein. Ein bizarrer Horrorcomiczeichner.“

Ich: „Welche Sachen der anderen hier ausstellenden Künstler gefallen dir besonders?“

Koostella: „Die Kinderzeichnungen von König Lü.Q gefallen mir, weil sie so einfach gezeichnet sind. Anas Sachen gefallen mir. Und Heiko Langeckers Pickelbilder finde ich cool. Da steckt etwas Gruseliges drinnen. Horror.

Links: Heiko Langeckers Pickelbilder. Rechts: König Lü.Qs Kinderzeichnungen.

Mit Heiko zusammen stelle ich gerade im Restaurant Hirscheneck aus. Dort siehst du den Rest der Bilder, die zu denen gehören, die hier an der Wand hängen. Die Bilder dort sind gemacht mit Feder und Tusche, Format DIN A6.

Mit Heiko war ich auch am Luzern Comicfestival. Wir haben unter anderem Comickurse für Kinder gegeben.“

Udo Theiss: „Heikos Pickelbilder finde ich auch toll. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, habe ich gar nicht gesehen, dass es sich um Pickel handelt. Dann hat er mir erklärt, wie er auf die Idee gekommen ist. Du kennst doch sicher diese YouTube Videos, in denen riesige Pickel gezeigt werden, die ausgedrückt werden und ähnliche Sachen?“

Ich: „Ja, kenne ich. Ich habe mich für einen Text eingehend mit YouTube beschäftigt.“

Udo: „Ich finde die Assoziationen, die diese Pickelbilder hervorrufen einfach toll. Das war richtig mutig von Heiko. Ich meine, diese Bilder provozieren, sind mal etwas anderes, sind richtig gut. Dennoch würde sie sich wahrscheinlich keiner ins Wohnzimmer hängen, weil sie einfach zu eklig sind. Aber ich finde sie toll.“

Felix: „Ich persönlich würde von all den hier ausgestellten Sachen wahrscheinlich am ehesten eins der Pickelbilder kaufen. Mir gefallen sie wegen dem visuell-körperlichen, das sie enthalten, sehr gut. Ich fände es zwar noch besser, wenn sie auf Leinwand wären, dann wären sie klar ein Kunstobjekt. Jetzt wirken sie etwas gebastelt.“

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3

Udo Theiss und Ana Vujic

 

Ich laufe mit Udo durch die Ausstellung und lasse mir von ihm seine Gedanken zu den einzelnen Künstlern erzählen.

Udo: „Hier in der Ecke bin ich. Ich arbeite mit Restbeständen. Hier siehst du Holzreliefs und Papierreliefs. Ich mache auch Acrylsachen, aber die habe ich hier nicht ausgestellt. Das Thema meiner hier ausgestellten Sachen ist Verfall. Eines meiner Hobbies ist es zu Jagen. Ich bin Jäger und lerne gerade Französisch, um den französischen Jagdschein machen zu können. Frankreich ist nämlich das einzige Land Europas, in dem man mit Pfeil und Bogen jagend darf. Aber obwohl, oder vielleicht genau weil ich Jäger bin, finde ich Trophäen furchtbar. Ich jage die Tiere für das Fleisch, nicht um sie als Trophäe auszustellen. Das Thema Trophäe verbinde ich mit dem Thema Verfall. Diese Themen findest du in meinen hier ausgestellten Sachen wieder.“

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Er deutet auf Jennie Aebis Tiefseefische, die an einem Pfeiler des Kellers hängen.

Udo: „Tiefseefische habe ich auch schon gemacht. Das Sujet ist einfach sehr faszinierend. Soweit ich gehört habe, hat sich Jennie vollends dem Darstellen von Tiefseefischen verschrieben.“

Jennie befindet sich nicht an der Finissage. Deshalb können wir Udos Hörensagen nicht verifizieren. Wir gehen zu Anas Wand.

Udo: „Anas Sachen haben etwas dürersches an sich. Mir gefällt ihre Schraffurtechnik. Sie ist altmodisch, aber sehr cool. (Er deutet auf einen Druck) Die Zeitung als Untergrund hat eine suggestive Kraft. Ana ist die Technik sehr wichtig. Sie experimentiert sehr viel damit und kommt zu guten Resultaten. (Er lenkt meine Aufmerksamkeit auf Anas Ecce Homo.) Sieh dir den an, der ist doch so richtig schön verstörend.“

Ich: „Wenn man Ana kennt, ist man überrascht, dass ihre Kunst so dunkel ist. Ihre Themen sind sehr drückend und kritisch. Sie selbst scheint aber immer so fröhlich und energiegeladen.“

Ana lacht laut auf: „Das bekomme ich öfter zu hören. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich mit meiner Kunst nicht mich kommentiere, sondern die Gesellschaft, die mich umgibt. In meiner Arbeit untersuche ich als Autodidaktin die medial vorgetäuschte Spassgesellschaft und antworte mit tabuisierten und bedrückenden Gefühlen der Einsamkeit, des Verlorenseins und der Vergänglichkeit des Menschen. Bei der Siebdruck-Plakatserie, von der du hier auch ein paar Beispiele siehst, ergänze ich die Menschengesichter mit Schrift. So steht zum Beispiel auf diesem Bild, wo eine Frau einen Totenkopf in den Händen hält: Birth-School-Work-Death. Das ist eine ironische Zusammenfassung des Lebens. Auf anderen habe ich den ständigen Stress, den ich aus meinem Umfeld mitbekomme, verbildlicht: So erscheint über den mit Schablone gesprühten Knochenbeinen, die eine Uhr als Fussfessel tragen, der Schriftzug Ewig Zeitlos, bei einem anderen Wir haben keine Zeit und tun uns selber Leid. Und so weiter. Es ist nämlich furchtbar: Man versucht Freunde zu treffen und wird auf den nächsten Monat vertröstet, weil die Leute vorher einfach keine Zeit haben.“

Ich: „Udo hat deinen Werken dürersche Aspekte zugesprochen. Wer sind deine Vorbilder?“

Ana: „Goya und Eduard Munch, die den „Realismus“ anstrebten, finde ich gut. Die Leinwand ist die Projektionsfläche für Kritik an den gesellschaftlichen Umständen. Ich orientiere mich auch am Plakativen der Graffiti und Street Art im urbanen Raum. Die trashige Ästhetik und Musik der Punk-Szene gefällt mir auch sehr gut.

Meine Vorlieben erkennst du auch in dieser Ausstellung wieder: Wir wollen die Kunst von ihrem hohen Sattel herunterholen, dahin, wo sie hingehört, nämlich mitten ins Leben. In genau das Leben, von dem wir unsere Inspiration herholen. Die bildende Kunst steht in dieser Ausstellung bewusst nicht alleine da, sondern wird mit Musik und Live Acts verbunden. Es soll ein ähnlich inspirierendes Gefühl entstehen, wie beim Akt des Kunstmachens. Denn beim Malen sitze ich auch nicht in einem weissen leeren Raum. Im Gegenteil: Das Atelier ist dreckig, es dröhnt Musik, es lebt… nichts von sauber und weiss.“

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4

Eddie Hara, Christian Robles und Felix Bircher

 

Ich: „Jeder Künstler hat also seine Wand oder Ecke zugeteilt bekommen und darauf reagiert?“

Eddie Hara: „Ich zum Beispiel habe die weisse Wand oben gleich beim Eingang bekommen. Ana hat mich gebeten, sie zu füllen. Ich habe sie mir angesehen und gedacht, ich möchte die Atmosphäre einer Artlounge schaffen. Darum habe ich für mein Bild weiche, feminine Farben gewählt. Normalerweise arbeite ich mit strahlenden Farben und grossen Kontrasten. Die Monster, die du auf dem Bild siehst balancieren zwischen ihrer schwarzen Umrandung und ihren weichen Farben. Die Monster sind aber nicht erschreckend, sondern freundlich.“

Udo: „Ich habe T-Shirts aus Thailand gesehen mit ähnlichen Bildern. Eddies Bild hier erinnert mich an Streetart, Popart und Yellow Submarine.

Ich: „Kommst du aus Thailand?“

Eddie: „Nein, ich komme aus Indonesien. Jetzt lebe ich aber in der Schweiz. Meine Frau ist Schweizerin.“

Ich: „Ist sie auch Künstlerin?“

Eddie: „Nein. Sie ist Bibliothekarin.“

Ich: „Orientierst du dich in deinen Bildern an indonesischer Kunst?“

Eddie: „Nicht nur. Ich nehme Impulse aus der ganzen Welt auf. Ich befinde mich im Moment an einem interessanten Punkt in meiner Künstlerlaufbahn: In Indonesien bin ich ein bekannter, etablierter Künstler. Hier in der Schweiz bin ich ein Outsider. Das ist eine gute Balance. Ich beschäftige mich mit verschiedenen Themen: Gender, Gewalt, Jugend, Subkultur, life style, und so weiter. Ich finde Graffiti interessant. Ich mache es selbst zwar nicht, aber ich finde es genau wie Streetart sehr interessant. In diesen beiden Kunstformen steckt der Geist der Jugend: versuche alles, überall, ohne darüber nachzudenken, was für Konsequenzen es hat, und ohne ein weit gestecktes Ziel. Etablierte Künstler stellen nur in Galerien aus und passen sich an die Wünsche der Kuratoren an. Das ist auch ok, aber…“

Ich: „Wie gefällt dir die Schweizer Kunstszene so?“

Eddie: „Ich mag sie sehr. Hier in Basel fühle ich mich sehr wohl. Basel ist nicht so gross wie Zürich, dennoch ist die Stadt nicht eingeschlafen. Ein Mal pro Jahr passieren grosse Sachen bei der Art Basel. Dann sind wir international. Ansonsten scheint die Stadt still zu sein. Das stimmt aber nicht. Es läuft immer etwas. Die Kunstszene ist sehr aktiv. Es gibt Konzerte, Happenings… die Stadt ist kulturell sehr aktiv. Am internationalen Standard gemessen, ist Basel klein. Aber die Infrastruktur ist sehr international. Denk nur an all die Museen, Musicals, Theater.

In Asien passiert erst seit zwanzig Jahren etwas. In Europa passiert viel. Das hängt natürlich auch mit der Wirtschaft zusammen. Japan und Korea sind Vorreiter Asiens, sowohl in der Wirtschaft, als auch in der Kunst.

In Europa analysieren die Künstler alles. Ich mag das sehr.“

Ich: „Geht dadurch nicht etwas die Seele der Werke verloren?“

Eddie: „Asien ist spontaner. Die Kunst kommt aus dem Herzen. Das liegt daran, dass sie keine Tradition der Kunstanalyse haben. Das ändert sich jetzt aber langsam. Der Westen beeinflusst die Art der Künstler zu denken und ermutigt sie dazu, ebenfalls über ihre Werke und Kunst im Allgemeinen nachzudenken.

Eine Kombination von beidem ist am besten. Wenn zu viel analysiert wird, ist es auch nicht gut. Mir gefallen die 80er in Europa sehr gut: Die Künstler haben versucht zurück zur Spontaneität zu gelangen.“

Ich: „Dein Bild dieser Ausstellung heisst Work in progress.

Eddie: „Ich habe es so genannt, weil es noch nicht fertig ist. Ich hatte drei Tage Zeit, bevor ich es ausstellen musste. Das ist zu kurz. Ich habe hier mein Studio eingerichtet und an dem Bild gemalt. Nach der Ausstellung nehme ich es mit zu mir in mein reguläres Studio und male es fertig. Momentan ist es etwa zu 60% vollendet. Für dieses Bild habe ich mich von Comics, Kinderzeichnungen und Graffiti inspirieren lassen.“

Christian Robles: „Mein Tiger hängt neben Eddies Bild. Ich habe seine Farben übernommen und benutzt, um eine Verbindung zwischen unseren beiden Bildern herzustellen. Das Motiv, der Tiger, hat mich an Indonesien erinnert. Deshalb habe ich es gewählt. Felix steht auf der anderen Seite von meinem Tiger. Darum habe ich Schrift in das Bild mit hineingenommen, um auch zu ihm eine Verbindung zu ziehen. Seine Bilder sind ja Graffiti-Collagen.

Links und Mitte: Christian Robles. Rechts: Felix Bircher.

Ich komme nicht aus der klassischen Malerei, sondern aus der Illustration. Das sieht man auch an meinen anderen Bildern, die im Keller hängen.“

Links: Christian Robles. Rechts: Jens Ole Müller.

Ich: „Wie sind diese Bilder entstanden?“

Christian: „Durch ein Zufallsprinzip. Ich habe mit den Spritzern begonnen. Dann habe ich in den Spritzern etwas gesehen. Aus diesen Assoziationen ist dann das Bild entstanden.“

Ich: „Wieso hast du Tierkörper mit Menschenkörpern verschmolzen?“

Christian: „Weil ich ein ungeduldiger Mensch bin. Darum habe ich nicht lange gefackelt oder mehrere Bilder nacheinander gemalt, sondern gleich die verschiedenen Körper miteinander verbunden. Meine Ungeduld und Bequemlichkeit ist auch der Grund dafür, dass ich nicht mit Farben gemalt habe, sondern in schwarz-weiss. Ausserdem ist schwarz-weiss expressiver, hat mehr Kraft. Aber weisst du, man muss ja auch ans Verkaufen denken. Wenn meine Kunden also gerne Farbe in ihren Aufträgen haben möchten, dann arbeite ich auch mit Farbe. Die Grundkonstruktion ist aber immer schwarz-weiss.“

Ich: „Wenn es nach dir ginge, würdest du also ausschliesslich schwarz-weiss malen?“

Christian: „Ach weisst du, wenn ich zu Hause etwas für meine kleine Tochter male, dann koloriere ich es auch für sie.“

Ich: „Wie alt ist sie denn?“

Christian: „Drei. Sie war auch an der Ausstellung. Am besten haben ihr die Kinderzeichnungen von König Lü.Q gefallen. Sie wollte am liebsten alle mit nach Hause nehmen. Das lustige ist, dass sie gesagt hat, König Lü.Q sei der einzige Künstler, der auch an die Kinder gedacht habe, da er seine Bilder bis fast zum Boden hinunter gehängt hat. Alle anderen Sachen hängen über den Köpfen von Kindern.“

Ich: „Gefallen dir die Kinderbilder auch?“

Christian: „Ja, ich mag sie. König Lü.Q hat mir erzählt, er könne gar nicht besser malen. Das finde ich toll. Seine Bilder sind sehr stark. Ich hatte ja keinerlei Erwartung an seine Bilder. Ich kannte ihn vorher auch gar nicht. Aber das ist gut, denn wenn man nichts erwartet, sieht man öfter Details, die ansonsten untergehen.“

Ich: „Was sind denn deine Themen?“

Christian: „Vor allem äussere ich mich politisch nicht. Ich provoziere auf andere Art. Ich mache Streetart: rollen, kleistern, kleben. Aber alles in Gross.“

Ich: „Wie gross?“

Christian: „Sehr gross.“

Er zeigt mir ein paar Fotos von seinen Arbeiten.

Ich: „Oh, das ist wirklich gross.“

Christian: „Ich komme aus der Illustration, wie ich vorhin gesagt habe. Meine Themen haben mit Werbung zu tun. Vor allem mit dem Missbrauch, den Werbung mit Themen wie Sex betreibt, wenn das Zielpublikum Erwachsene sind. Bei Kindern benutzt die Werbung gerne die Tierwelt. Das Manipulative daran versuche ich aufzuzeigen. Die Menschen sind nämlich schon so an all diese Werbungen gewöhnt, dass sie diese aggressiven Themen überhaupt nicht mehr bemerken. Eine nackte Frau stört keinen mehr. Wenn ich ihr aber einen Schweinekopf aufmale, dann sind alle auf einmal wieder wach und stören sich daran.“

Ich: „Wieso hast du bei dieser Ausstellung hier mitgemacht?“

Christian: „Weil ich den Gedanken mag, den Augenblick auszunützen. Immer und überall. All die hier ausstellenden Künstler reflektieren das Urbane auf die eine oder andere Weise. Alles ist anders. Aber dennoch passt alles.

Ich mochte auch, dass ich einfach machen konnte, was ich wollte. Kein Galerist, der seine eigenen Vorstellungen hat, kein durchdachtes Konzept. Ich habe zwei Nächte lang durchgemalt mit dem Ziel eine Verbindung zwischen meinen Sachen und den anderen hier ausgestellten zu erreichen. Eigentlich hätte ich gar keine Zeit dafür gehabt. Ich habe 14-Stunden-Tage und musste dann noch für diese Ausstellung etwas vorbereiten. Aber ich wollte dabei sein. In keine Schublade gesteckt zu werden, einfach machen können, was man will, das gefällt mir.“

Neben Christians Tiger hängen Felix’ Graffiti-Collagen.

Ich: „Ist da irgendwo dein Name drin versteckt?“

Felix: „Ja, mein Name steckt in jeder Collage. Ich male Cause+Fx.“

Auf dem mittleren Bild materialisiert sich vor meinen Augen das Wort „Cause“.

Ich: „Ah, jetzt sehe ich es.“

Felix: „Dort in der Mitte? Ja, dort sieht man es am besten.“

Ich: „Woraus bestehen deine Collagen?“

Felix: „Es sind zerrissene Schwarz-weiss-Kopien meiner Lieblingsbilder. Unter anderem sind Graffiti anderer Künstler darin enthalten. All diese Künstler inspirieren mich und habe ihre Werke gesammelt. Nun verarbeite ich sie in meinen Collagen. Ich mache erst seit kurzem wieder Collagen. Vorher habe ich hauptsächlich mit Öl auf Leinwand und Holz gearbeitet.“

Ich: „Bist du Autodidakt?“

Felix: „Nein, ich habe an der FH in Basel studiert. Ich mache auch Musik. Ich bin DJ. Ich mache also so etwas wie Collagenmusik. Ich habe Einstunden-Sets mit übereinandergeschichteter Musik gemacht. Auch Videos. Kurz gesagt mag ich ganz einfach Überlagerungen. Die Samplingtechnik des Hip Hop, also die Musiktheorie, die dahinter steckt, versuche ich in mein Graffiti zu übernehmen.“

Ich: „Wieso sind deine hier ausgestellten Collagen schwarz-weiss?

Felix: „Ich wollte mich nicht mit der Farbe herumschlagen müssen. Ich wollte experimentieren und Neues herausholen. Das Gerüst, der Kern war mir wichtig. Farbe macht es kompliziert. Ich wollte aus Linien und Flächen etwas ausarbeiten. Wenn es in schwarz und weiss stimmt, dann können die Farben dazukommen. In einer zweiten Phase habe ich dann noch zwei farbige Bilder dazu hergestellt, damit der Wechsel zu Christians Bilder nicht allzu düster ausfällt. Ich habe vor, diese Collagen auf die Wand zu übertragen. Dann werden sie auch farbig werden. Die werden aber ganz andere Masse einnehmen. Zuerst werde ich die Vorlagen vereinfachen müssen, um sie an die Wand übertragen zu können. Dann übertrage ich sie mit der Dose auf die Wand.“

Ich: „Wie gehst du vor, wenn du eine Collage erstellst?“

Felix: „Bei Collagen hat man sehr schnell sehr viel Material beisammen. Mir persönlich gefällt das. Ich beginne nicht gerne mit einem weissen Papier. Das Problem bei Collagen ist aber, dass man normalerweise zu viel Material beisammen hat. Wenn ich so weit bin, dekonstruiere ich mein Bild so lange, bis ich etwas zusammenhabe.“

Ich: „Bis du etwas zusammen hast?“

Felix: „Ja. Bis ich etwas erreicht habe, das stimmig ist und mir gefällt. Nicht zu viel Material, nicht zu wenig, sondern genau richtig.“

Ein Freund von Felix beginnt mit ihm über den Kauf eines seiner Werke zu sprechen.

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5

Dominik Wullimann und Jens Ole Müller

 

Ich wandere zu Dominik Wullimann weiter. Auch er hat Collagen ausgestellt. Im Gegensatz zu Felix aber kein Graffiti.

Ich: „Wieso sind die Ränder deiner Collageeinzelteile verbrannt?“

Dominik: „Als ich begonnen habe mit Collagen, habe ich mit scharf abgeschnittenen Rändern gearbeitet. Dadurch bin ich aber in das Dilemma gekommen, dass ich Linien aufnehmen und weiterführen musste. Durch diese Einschränkung, die die Auswahl möglicher Einzelteile empfindlich ausgedünnt hat, wurden die Bilder flach. Dank der verbrannten Ränder sind die Brüche weniger hart und erlauben mehr Freiheit.

Früher habe ich meine fertigen Collagen gewaschen, d.h. ich habe mit einem nassen Pinsel darüber gemalt, um den Malprozess zu imitieren. Hier habe ich das, wie du siehst, nicht gemacht.“

Ich: „Was sind deine Themen?“

Dominik: „Farbe und Raum. Ich beginne damit, dass mir ein Motiv gefällt. Ich reisse es aus. Ich nehme lauter fremde Bilder und setze sie zusammen. Am Schluss passt alles zusammen, was vorher überhaupt nichts miteinander zu tun hatte. Die Wechselwirkung zwischen Fluchten im Bild und der Organik des Subjekts interessiert mich. Ich verbinde Natur und Technik. Die Farbe Grün ist schwierig. Sie wird in Collagen normalerweise durch Natur dargestellt. Das mit dem restlichen Ausgangsmaterial zu verbinden ist nicht ganz einfach. Da hilft nur ein Versuch-und-Irrtum-Prozess.“

Ich: „Die Welt auf deinen Collagen steht Kopf.“

Dominik: „Das liegt an der Bilderflut, die auf mich einprasselt. Wenn ich ein Foto interessant finde, behalte ich es. Aber was soll ich nun damit machen? Soll ich es archivieren? Nein, ich möchte etwas daraus machen. Ich möchte das Konsumierte verarbeiten. Die Leute suchen Assoziationen in meinen Collagen. Aber das ist alles unwichtig. Das Wichtige sind die Farben und ob sie zusammen passen. Jedes Fragment selbst ist aufgeladen. Es ist reizvoll, dass die Besucher nach Sinn in der Kombination der Einzelteile, das heisst im Endprodukt der Collage suchen. Manchmal finden sie einen Sinn, manchmal finden sie keinen… und dann gehen sie wieder nach Hause.“

Ich: „Wieso sind deine Collagen so klein?“

Dominik: „Weil das Ausgangsmaterial eine gewisse Grösse hat. Die Bilder grösser zu machen, wäre schwierig. Aber ich möchte gerne einmal meine Collagen vergrössern und in einem grossen Format ausdrucken lassen. Nur um es einmal gesehen zu haben. Das mache ich dann aber nicht selbst, sondern lasse es die Profis machen. Es ist doch auch mal schön etwas abzugeben und dann fertig abzuholen. Man kann sich darauf freuen und wird vielleicht sogar angenehm überrascht.“

Ich: „Wieso hast du diese Collagen für die Ausstellung ausgesucht?“

Dominik: „Ich habe sie nicht ausgesucht. Ich habe sie extra für die Ausstellung gemacht. Ausser die Dritte von links. Die ist schon drei Jahre alt. Diese Ausstellung hat mir die Gelegenheit gegeben, die Collagen auszuprobieren, das heisst an die Wand zu hängen und so zu positionieren, dass zwischen den einzelnen Collagen Verbindungen entstehen. Ich dachte mir, der Ort ist trashig, deshalb darf ich auch trashige Sachen aufhängen und muss mir nicht so viel Mühe geben, sie schön auf Papier aufzuziehen oder dergleichen. Ich habe die Bilder ganz einfach nackt direkt auf die Wand gehängt. So eine Wand eignet sich eben schon gut dazu, um die Versteckten Beziehungen zwischen den Collagen sichtbar und fühlbar zu machen.“

Ich: „Wieso hast du Collagen gemacht und nicht etwas anderes?“

Dominik: „Ach, ich war gerade dabei mal wieder Collagen zu machen. Ich wollte mich wieder mit malerischen Elementen und nicht dauernd mit dem Computer beschäftigen. Darum habe ich mit dieser Technik gleich weiter gemacht.“

Die Künstler, Helfer und Gäste sitzen gemeinsam im Hinterhof um einen reich gedeckten Tisch herum, essen, trinken, unterhalten sich und lassen es sich gut gehen. Ich stelle mich neben den einen und anderen Anwesenden und frage ihn, ob er auch Künstler sei. Nach ein paar Verneinungen treffe ich auf Jens Ole Müller.

Jens: „Ich bin Autodidakt. Bevor ich Künstler wurde habe ich eine Ausbildung zum Krankenpfleger und medizinischen Fusspfleger gemacht.

In Bali bin ich mit Themen in Kontakt gekommen, die mir sehr zusagen: Der Regenwald gefällt mir. Alle Religionen werden akzeptiert. Es herrscht Toleranz und Respekt. Ich lasse mich von balinesischen Ornamenten bei meinen Arbeiten inspirieren. Auf meiner hier ausgestellten Figur siehst du solche balinesischen Ornamente. Von Weitem sieht es so aus, als wäre die Oberfläche der Figur sehr detailliert ausgearbeitet. Von Nahem erkennst du aber, dass es ein Geschmier ist. Ich spreche damit die Ölverschmutzung der Umwelt und das Abholzen der Wälder an. Es ist schade, dass bei dieser Ausstellung die Hinterseite der Figur nicht sichtbar ist. Eigentlich müsste die Figur auf einer Drehscheibe stehen oder etwas ähnlichem.“

Links: Christian Robles. Rechts: Jens Ole Müller.

Ich: „Wieso hast du diese Figur für diese Ausstellung ausgesucht?“

Jens: „Der Ort ist trashy und dunkel. Das Gefühl, das die anderen Werke von sich geben, ist ein trashiges. Deswegen wollte ich etwas Verrissenes, Schmieriges hier hinstellen. Ausserdem waren meine hier ausgestellten Werke schnell gemacht. Das passt auch dazu.“

Ich: „Vor deiner Menschenfigur steht eine Steinfigur. Hast du die selber gemacht?“

Jens: „Nein. Das ist eine Figur aus Bali. Ich habe sie hier in Basel ersteigert. Sie hat etwas Beschützendes an sich. Ich sehe in ihr einen gutartigen Dämon. Die Figur strahlt Waldkraft, Natur, Naturgewalt aus. Das sind Themen, die oft in meinen Arbeiten wiederkehren. Ich thematisiere die Schönheit der Verschmutzung.“

Ich:Schönheit der Verschmutzung?“

Jens: „Ja. Denn aus Zerstörung wächst Schönheit. Ich habe lange nur in schwarz-weiss gearbeitet. Neuerdings bin ich dazu übergegangen Farben zu verwenden. Rot mag ich besonders. Blutige Hintergründe, denn Blut symbolisiert gleichzeitig Verletzung und Lebenselixier.“

Jens schweigt und sieht mir dabei zu, wie ich meine Notizen vervollständige.

Jens: „Du schreibst aber viel.“

Ich grinse: „Du sagst viel.“

Jens: „Früher habe ich Graffiti und Streetart gemacht. Dann habe ich begonnen Aufträge anzunehmen. Inzwischen habe ich über sechzig Leinwände in der Welt verteilt. Ich habe aber keine Fotos davon. Ich dokumentiere meine Arbeiten niemals. Das heisst früher war das so. Inzwischen verlangen die Auftraggeber, dass ich beinahe jeden Schritt fotografiere und ihnen zeige. Sie wollen den Arbeitsprozess dokumentiert haben.

Was mir von Graffiti und Streetart unter anderem geblieben ist, ist, dass ich gerne im Team arbeite.“

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6

Herr Herrli und Welk vs. Subfusk

 

Vor dem WC treffe ich auf Herrn Herrli.

Ich: „Ich habe gehört, das sei dein Grabstein?“

Herr Herrli: „Ja, den habe ich gemacht.“

Hinter der WC Schüssel klebt ein Bild eines Grabsteins auf dem steht „Hier liege ich, es ist sehr schön ruhig und ich habe gar keinen Stress“

Ich: „Was macht der denn hier?“

Herr Herrli: „Ach du, der hatte unten im Keller keinen Platz. Deshalb habe ich ihn hier hingestellt. Ich nehme das mit der Kunst nicht so ernst, und dachte, man könnte an einen Grabstein pissen.“

Ich: „Bist du nicht Musiker?“

Herr Herrli: „Doch. Du kannst mich bei Soundcloud finden. Meine Musik ist ruppig, elektronisch, besteht aus Störgeräuschen.“

Ich: „Was meinst du mit Störgeräuschen?“

Herr Herrli: „Ich nehme all die Geräusche selber auf. Ich gehe durch den Alltag und nehme seine Geräusche auf: Eine Türe, die zuschlägt, ein Kind, das schreit, ein Vorschlaghammer, Vogelgezwitscher, und so weiter. Dadurch entsteht eine trashige Tendenz in meiner Musik. Du hörst bei mir zum Beispiel keine sauberen Bässe.“

Ich: „Übernimmst du die aufgenommenen Geräusche unbearbeitet?“

Herr Herrli: „Nein, ich bearbeite sie am Computer.“

Meine Armbanduhr erinnert mich hysterisch daran, dass ich jetzt aber endlich wirklich auf den Zug muss, wenn ich heute Nacht noch nach Hause kommen möchte. Als ich aus dem Café Hammer renne, ruft mir Herr Herrli nach:

Herr Herrli: „Moment! Hier ist noch der zweite live act!“

Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie er auf Welk vs. Subfusk zeigt.

Ich: „Das nächste Mal!“

Mit diesen Worten renne ich dem Bus nach, der zum Bahnhof fährt und mich nicht mitnehmen möchte.

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